Veredelung
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Methoden im Vergleich
Stickerei oder Siebdruck: welche Methode passt wann?
Stickerei oder Siebdruck: welche Methode passt wann?
Die kurze Antwort: Stickerei für kleine Logos auf hochwertigen Textilien, Siebdruck für grosse Auflagen mit wenigen Farben, Transferdruck für mehrfarbige und fotorealistische Motive, Flexdruck für Namen und Nummern in Kleinserie. Die Wahl hängt weniger vom Geschmack ab als von Logo, Menge und Material.
Welche Methode eignet sich wofür?
Der schnellste Weg zur Entscheidung führt über drei Fragen: Wie viele Farben hat das Logo, wie gross ist die Auflage, und wie edel soll es wirken.
| Methode | Stärke | Farben | Geeignet ab |
|---|---|---|---|
| Stickerei | edle Wirkung, sehr hohe Haltbarkeit | bis etwa 12 Garnfarben | kleine Auflagen |
| Siebdruck | günstig bei grossen Mengen | wenige, klar abgegrenzte Farben | 50 Stück |
| Transferdruck | Detailtreue, Verläufe, Fotos | unbegrenzt | kleine Auflagen |
| Flexdruck | Personalisierung je Stück | ein bis zwei Farben | Einzelstücke |
Wann ist Stickerei die richtige Wahl?
Stickerei wirkt hochwertig, weil das Logo nicht aufliegt, sondern Teil des Textils wird. Sie überlebt industrielle Wäsche und verblasst nicht, weil die Farbe im Garn steckt und nicht in einer Schicht auf dem Stoff.
Sie eignet sich für Polohemden, Hemden, Jacken, Westen und Mützen, also überall dort, wo das Logo klein ist und an einer festen Position sitzt: Brust, Ärmel, Kragen, Kappenfront.
Ihre Grenze liegt bei feinen Details. Sehr dünne Linien, kleine Schrift unter etwa fünf Millimetern Höhe und weiche Farbverläufe lassen sich nicht sticken. Auch grossflächige Motive auf dem Rücken sind unpraktisch, weil das Gewicht des Garns das Textil steif macht.
Wann lohnt sich Siebdruck?
Siebdruck ist die günstigste Methode, sobald die Menge stimmt. Für jede Farbe wird eine Schablone angefertigt, und dieser einmalige Aufwand verteilt sich auf die Auflage. Ab etwa fünfzig Stück beginnt sich das zu rechnen, ab hundert deutlich.
Das Ergebnis ist ein kräftiger, waschbeständiger Druck, der auch auf grosser Fläche funktioniert. Typische Anwendung: ein zweifarbiges Firmenlogo auf hundert T-Shirts, waschbeständig bis 60 Grad.
Die Rechnung kippt, wenn das Logo viele Farben hat. Jede zusätzliche Farbe bedeutet eine zusätzliche Schablone und einen zusätzlichen Druckgang. Ab etwa vier Farben ist Transferdruck meist günstiger.
Wofür brauchen Sie Transferdruck?
Transferdruck bildet ab, was Siebdruck und Stickerei nicht können: Farbverläufe, Fotos, feine Details und beliebig viele Farben. Das Motiv wird gedruckt und anschliessend mit Hitze auf das Textil übertragen.
Er ist die richtige Wahl für komplexe Logos, für Bildmotive und für kleine Auflagen mit mehrfarbigem Design, bei denen sich die Schablonen des Siebdrucks nicht lohnen.
Wann setzen Sie Flexdruck ein?
Flexdruck lohnt sich, wenn jedes Stück anders aussieht. Namen auf Poloshirts, Nummern auf Trikots, Abteilungsbezeichnungen auf Jacken: alles, was sich von Teil zu Teil ändert.
Er wird pro Stück gefertigt, deshalb sinkt der Preis mit der Menge kaum. Für ein einheitliches Logo auf hundert Teilen ist er die teuerste Variante, für hundert verschiedene Namen die einzige sinnvolle.
Woran scheitern Veredelungen am häufigsten?
Fast alle Probleme entstehen vor der Produktion, nicht in ihr. Diese Punkte klären Sie besser vorher.
- Das Logo liegt nur als Pixelbild vor. Für saubere Kanten brauchen wir eine Vektordatei, also AI, EPS, SVG oder PDF mit Pfaden.
- Die Schrift im Logo ist zu klein. Unter fünf Millimetern Höhe wird Stickerei unleserlich, hier ist Druck die bessere Wahl.
- Logo und Textil haben zu wenig Kontrast. Ein dunkelblaues Logo auf dunkelblauer Jacke verschwindet, auch wenn es technisch sauber aufgebracht ist.
- Die gewünschte Position ist bei diesem Schnitt nicht bedruckbar, etwa über einer Naht, einer Tasche oder einem Reissverschluss.
- Das Material verträgt die Methode nicht. Sehr dünne Funktionsstoffe reagieren empfindlich auf die Hitze beim Transferdruck.
Wie entscheiden Sie in der Praxis?
Sie müssen sich nicht vorab festlegen. Schicken Sie uns Ihr Logo und sagen Sie, auf welches Produkt es soll und in welcher Menge. Wir schlagen die passende Methode vor und begründen sie.
Bei jedem Produkt in unserem Katalog ist bereits eine Kennzeichnung hinterlegt, die im Preis enthalten ist. Wünschen Sie eine andere Methode, eine zusätzliche Position oder mehr Farben, erstellen wir dafür eine separate Offerte.
Häufige Fragen
- Was hält länger, Stickerei oder Druck?
- Stickerei. Die Farbe steckt im Garn und nicht in einer Schicht auf dem Stoff, deshalb verblasst sie auch nach vielen Industriewäschen nicht. Siebdruck ist ebenfalls waschbeständig bis 60 Grad, verliert über die Jahre aber eher an Kraft.
- Ab wie vielen Stück lohnt sich Siebdruck?
- Ab etwa 50 Stück, deutlich ab 100. Der Grund ist der einmalige Aufwand für die Schablonen, der sich auf die Auflage verteilt.
- Welche Datei brauchen Sie für mein Logo?
- Am besten eine Vektordatei: AI, EPS, SVG oder ein PDF mit Pfaden. Bei Pixeldateien wie JPG oder PNG brauchen wir eine hohe Auflösung, sonst werden die Kanten unsauber.
- Kann ein mehrfarbiges Logo gestickt werden?
- Ja, in der Regel bis etwa zwölf Garnfarben. Weiche Farbverläufe lassen sich allerdings nicht sticken, dafür ist Transferdruck die passende Methode.
- Ist die Veredelung im Produktpreis enthalten?
- Der angegebene Preis enthält die beim jeweiligen Produkt genannte Kennzeichnung. Eine andere Methode, eine weitere Position oder eine höhere Farbanzahl offerieren wir separat.
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